Das Schlossmuseum Arnstadt befindet sich im Neuen Palais, das zwischen 1729 und 1734 unter Fürst Günther I. von Schwarzburg-Sondershausen als Witwensitz für seine Gemahlin Elisabeth Albertine errichtet wurde. Heute zählt es zu den wichtigsten Kulturstätten der Stadt und vermittelt eindrucksvoll die Pracht des Barock.
In der Beletage sind original erhaltene Räume wie das Porzellan- und Spiegelkabinett zu sehen, ausgestattet mit Mobiliar, Wandteppichen, Fayencen und Porzellan. Ein Höhepunkt ist die Puppenstadt „Mon plaisir“, die von Fürstin Auguste Dorothea zwischen 1697 und 1751 geschaffen wurde. Mit fast 500 Figuren und über 3.000 Gegenständen, arrangiert in detailreichen Stuben, zeigt sie anschaulich das höfische, bürgerliche und bäuerliche Leben des 18. Jahrhunderts.
Derzeit steht „Mon plaisir“ unter Restaurierungsmaßnahmen, die von Land, Bund und der Stadt Arnstadt gefördert werden. Eine kleine Sonderausstellung zur Puppensammlung informiert über die Entstehung der Sammlung und präsentiert neue Erkenntnisse, die im Rahmen des Projekts gewonnen wurden. Besucher sind außerdem eingeladen, die moderne Ausstellung „Hörbarer Glaube. Johann Sebastian Bach in Arnstadt“ zu entdecken, in der sie mehr über Bachs frühe Wirkungszeit in der Stadt erfahren und den originalen Spieltisch der Wender-Orgel sehen können, an der Bach selbst spielte.
Ebenfalls zu sehen ist die Sonderausstellung „Aus Arnstadt in die Welt. Die Marlitt“, die der lokalen Schriftstellerin E. Marlitt gewidmet ist, welche in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts lebte. Eine Ergänzung für und von Kindern rundet das vielfältige Angebot des Schlossmuseums ab.
Das Museum ist von 10:00 bis 17:00 Uhr geöffnet, letzter Einlass ist um 16:30 Uhr.
Unser Dauerhinweis an die Oberlehrer unter unseren Lesern: Die unterschiedliche Schreibweise von Schlossmuseum und Schloßplatz ist korrekt.