Eine erste urkundliche Erwähnung für ein Rathaus auf der Nordseite des Marktes stammt aus dem Jahr 1347.
Das jetzige Rathaus wurde zwischen 1582 und 1586 nach dem verheerenden Stadtbrand von 1581 unter der Leitung des Baumeisters Christoph Junghans erbaut und ist ein herausragendes Beispiel für die Renaissance-Architektur in Thüringen und prägt das Stadtbild am Marktplatz.
Die markante Fassade des Rathauses besticht durch ihre Ziergiebel und reichhaltige Schmuckelemente, die typisch für die Renaissance sind. Besonders auffällig sind die mechanische Uhr und die Sonnenuhr, die dem Gebäude eine besondere Note verleihen.
Im Inneren des Rathauses befindet sich der Rathaussaal, der 1826/27 umgebaut wurde. Dieser Saal wurde 2010 im Rahmen einer umfassenden Sanierung modernisiert, wobei ein Glasverbinder zwischen dem historischen Gebäude und einem neuen Funktionsbau auf der Rückseite hinzugefügt wurde. Für diese gelungene Integration von Alt und Neu wurde die Stadt mit dem Denkmalschutzpreis ausgezeichnet.
Im Rathaussaal finden viele Veranstaltungen des Bach-Adventes statt. Im Erdgeschoss verteilt stehen die Stände des Rathausmarktes. Wie immer wird dort besonderes Augenmerk auf Qualität und Handarbeit gelegt.