Kaffeekantate

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Sa 02.12., 16:00 - 16:30 Uhr Schlossmuseum - (Schloßstraße 1)

„Schweigt stille, plaudert nicht!“

Die Kaffee-Kantate (BWV 211) gehört zu den bekanntesten und meistaufgeführten weltlichen Kantaten Johann Sebastian Bachs. Die um 1733 datierte „Kaffee-Kantate“ thematisiert auf humorvolle Weise den Stellenwert des damaligen Modegetränks. So heißt es in der Sopran-Arie
„Ei! Wie schmeckt der Coffee süße, lieblicher als tausend Küsse, milder als Muskatenwein “.
Wie bei mancherlei anderen Moden wurde auch Kritik am Kaffeekonsum geübt. In Bachs Kaffeekantate wird dieser Kritik mit Humor begegnet.
Dem Werk liegt eine Dichtung von Picander zugrunde, die dieser 1732 veröffentlichte.
Im Gegensatz zu den meisten anderen weltlichen Kantaten Bachs ist die Kaffeekantate keine Huldigung an die Obrigkeit, sondern eine humorvolle ironische Szene aus dem bürgerlichen Leben. Herr Schlendrian versucht mit wütenden Drohungen seiner Tochter Liesgen die Unsitte des täglichen Kaffeetrinkens abzugewöhnen. Erst als er ihr die Erlaubnis zur Heirat in Aussicht stellt, lenkt die eigenwillige Tochter ein. Allerdings, um insgeheim kundzutun, dass sie ohnehin keinen zum Mann nehmen würde, der ihr das Kaffeetrinken nicht erlauben würde:

„Er hab es mir denn selbst versprochen
Und rück es auch der Ehestiftung ein,
Dass mir erlaubet möge sein,
Den Coffee, wenn ich will, zu kochen.“

Die Kaffeekantate wird am Samstag, um 16 Uhr erstmals von „capella arnestati“ unter Leitung von Jörg Reddin aufgeführt. Zuvor stimmt Herr Thomas Roll mit einer Führung in der Bachausstellung die Besucher auf die Bachzeit ein. Führungsbeginn: 14.30 Uhr in der Bachausstellung im DG
Ort: Schloßmuseum Arnstadt, Beletage, Festsaal,
Hinweis: Museumseintritt